Pf
, [
697-698] ein zusammen gesetzter
Consonant, welcher entstehet, wenn man dem p in der Aussprache einen starken
Blaselaut nachschleichen lässet. Dieser Laut ist den Oberdeutschen Mundarten am
geläufigsten, aus welchen ihn auch die Hochdeutsche beybehalten hat. Die
Niederdeutschen kennen ihn nicht, sondern sprechen und schreiben in ihrer
Mundart stattdessen ein p oder pp: tropfen, hüpfen, zapfen, Kropf, Hopfen,
Kopf, Krampf, Dampf, Sumpf, Schnupfen, Pfad, pfropfen, Pfaff, Pfand, Pfanne,
Pfeffer u. s. f. wofür die Niederdeutschen drüppen, hüppen, tappen, Kropp,
Hoppen, Kopp, Kramp, Damp, Sump, Schnuppen, Pad, proppen, Pape, Pand, Panne,
Peper u. s. f. sagen. Für das mehr Oberdeutsche Schöpfe haben auch die
Hochdeutschen das Niederdeutsche Schöppe beybehalten. Einige Oberdeutsche
Mundarten sind mit diesem harten Laute überaus freygebig, und das sagt man für
Pacht auch Pfacht, für pachten, pfachten, u. s. f. Ja manche sprechen auch das
f mit so fest geschlossenen Lippen aus, daß ein pf heraus kommen muß, daher
auch im Hochdeutschen viele Pflaumfeder und Pfinne für Flaumfeder und Finne
schreiben und sprechen. In empfahen, empfangen, empfehlen und empfinden, ist
emp um des Wohlklanges willen aus ent entstanden.
S. diese Wörter, und viele der folgenden mit Pf
anfangenden.