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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Der, die, das Deinige | | Delicat

Der Deist

, (zweysylbig) des -en, plur. die -en, aus dem Lat. Deista, der zwar einen Gott, aber keine Offenbarung annimmt, sondern bloß der natürlichen Religion folget. Daher deistisch, in dieser Gesinnung gegründet; die Deisterey, der Lehrbegriff eines Deisten. Von dem Griech. - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - schreibt man dieses Wort zuweilen auch Theist, obgleich andere einen Unterschied zwischen beyden machen. Der Deist gründet sich ganz auf speculative und abstracte Gründe; der Theist aber bestimmt den reinen deistischen Vernunftbegriff durch Betrachtung der physischen und moralischen Welt und macht ihn praktisch. Indessen ist dieser Unterschied bloß willkürlich. Naturalist ist eine allgemeine Benennung für beyde. [1443-1444]
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