Aa
, das Zeichen eines gedehnten a, welches erst in den
spätern Zeiten, aber nur in einigen wenigen Fällen eingeführet
worden, wovon ich die Ursachen in der Orthogr. 1, S. 240 entwickelt habe.
Diejenigen, welche die Laute mit ihren Zeichen verwechseln, rechnen auch dieses
a unter die Doppellaute. Siehet man aber, wie doch billig ist, bloß auf
den Laut, so lässet es sich so wenig unter die Diphthongen zählen,
als das ah und alle übrige gedehnte Vocale. Einige haben es wieder
abschaffen wollen, weil man dessen Gebrauch in den ältesten Zeiten nicht
findet; allein da es heut zu Tage in einigen Wörtern, als Aal, Aas, Aar,
Haar, Paar, Schaar, Quaal, Saal u. s. f. überall angenommen ist, und das
Alterthum an und für sich nirgends weniger Richter seyn kann, als in der
Sprache: so würde solches eine so vergebliche als unnöthige Neuerung
seyn. In der Verlängerung des Wortes wird dieses aa oft in ein gedehntes
ä verwandelt, als Äser, quälen, Älchen, Härchen,
Pärchen u. s. f. In andern aber bleibt es, als die Aale, die Haare,
haarig, paaren, u. s. f. In denausländischen Wörtern macht es zwey
Sylben aus, als Aaron, Baal. [
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