Der Wimpel
, [
1551-1552] des -s, plur. ut nom. sing.
bey manchen auch Wimpel, plur. die -n, auf den Schiffen, lange schmale Fahnen,
so wohl bey feyerlichen Gelegenheiten zum Staate, als auch Signale und Befehle
damit zu geben; wodurch sie sich von den Flaggen unterscheiden. Schon flattern
die Flaggen und Wimpel um den wankenden Mast, Zach. Wohlan, mein Lied, spann
alle deine Segel, bis den Wimpel auf, Raml. Die Wimpel ist vermittelst der
Wimpelscheide an dem Wimpelflocke befestiget. Anm. Im Nieders. Wimpel, im
Schwed. wimpla, im mittlern Lat. Gimpla, Impla, Implex. Es hat den Nahmen von
der leichten flatternden Bewegung. (
S. Wimmeln.) Ehedem bedeutete daher Wimpel, Engl.
Wimple, auch einen Schleyer.