Überein
, [
749-750] adv. einförmig, einerley
Bestimmungen habend. Überein kommen, einförmig, einstimmig seyn. Das kommt
damit nicht überein. Überein stimmen, einerley Ton, einerley Inhalt haben. Ihre
Aussagen stimmen nicht überein. Menschen, die in ihren Meinungen, Neigungen und
guten Absichten mit einander überein stimmen und überein zu stimmen suchen,
Gell. Es ist mit diesen beyden Zeitwörtern am üblichsten. Allenfalls sagt man
noch überein lauten, überein klingen, sich überein kleiden, auf einerley Art,
gleichförmig; allein mit andern Zeitwörtern ist es nicht gewöhnlich, wie z. B.
folgenden Stelle im Opitz:
Also werden sie Gott preisen Und auf Sion Her erweisen Ihn
erheben überein, Ps. 102.
Anm. Ein stehet in dieser Zusammensetzung für einförmig,
einig, welche Bedeutung durch das Vorwort über hier noch erhöhet wird. Da
überein nichts weiter als ein Nebenwort ist, so ist es wider de Analogie, es
ist mit dem Zeitworte als Ein Wort zu schreiben; übereinstimmen, richtiger
überein stimmen. Die davon gebildeten Nennwörter aber sind wahre und
regelmäßige Zusammensetzungen: Übereinkunft, übereinstimmig u. s. f. Auf
ähnliche Art werden mehrere Nennwörter aus ganzen R. A. gebildet;
Dazwischenkunft, von dazwischen kommen. Gottesvergessenheit, von Gottes
vergessen seyn u. s. f.
S. die Orthographie.