Überlegen
, [
763-764] verb. reg. act. 1. Überlegen,
ich lege über, übergelegt, über zu legen, über ein anderes Ding legen, ohne
Nennung dieses andern Dinges. Ein Pflaster überlegen, über die Wunde. Ein
strafbares Kind überlegen, über den Stuhl, um es zu züchtigen. 2. Überlegen,
ich überlege, überlegt, zu überlegen. 1) Zu stark belegen, mehr ein- oder
auflegen, als ein Ding tragen oder ertragen kann. Ein Haus mit Einquartierung
überlegen. Die Unterthanen sind mit Abgaben überlegt. 2) Von einer jetzt
veralteten Bedeutung des einfachen Zeitworte legen, wovon sich aber doch einige
Spuren finden, (
S. dasselbe,) ist eine Sache überlegen, figürlich, sie
sich in ihrem ganzen Zusammenhange vorstellen, um sein Verhalten dadurch zu
bestimmen, durch welche letzte Einschränkung es sich von überdenken,
nachdenken, betrachten u. s. f. unterscheidet, aber mit erwägen, so ziemlich
gleich bedeutend ist. Ich habe die Sache reiflich überlegt. Man muß es besser
überlegen. Überlegen sie meine Umstände. Nieders. averleggen.
Siehe Überlegsam, Überlegt und Überlegung.