Der Trödeler
, [
687-688] zusammen gezogen Trödler,
derjenige, welcher trödelt. 1. Von trödeln, zaudern, ist der Trödler Fämin. die
Trödlerinn, in manchen Gegenden, eine Person, welche in ihren Verrichtung auf
eine fehlerhafte Art zaudert oder zögert; Nieders. Dröteler, in andern Gegenden
Tändler, Trändler, in Meißen Temperer. 2. Von trödeln, mit allen Geräthschaften
handeln, ist Trödler eine Person männlichen Geschlechtes, deren Geschäft dieser
Handel ist, noch häufiger der Trödelmann. Für das weibliche Trödlerinn, sagt
man in dieser Bedeutung lieber Trödelfrau, oder im verächtlichen Verstande
Trödelweib. Im Österreichischen heißt ein Trödelmann, Tändler, von Tand,
Trödelwaare, Grampler, für Gerümpeler, in Nürnberg Altgewandler, an andern
Oberdeutschen Orten Sonnenkrämer, weil sie oft unter freyem Himmel feil haben,
im Nieders. Plunkenkrämer, von Plunken, Lumpen, Plunder. In großen Städte, wo
sich solche Krämer über die niedrige Classe des Volkes zu erheben suchen, und
wo ihnen der Nahme Trödeler, oder Trödelmann, zu gemein ist, pflegen sie sich
mit dem Französischen Nahmen Meubleurs zu nennen.