Stäubern
, [
309-310] verb. reg. act. et neutr.
welches nur in den gemeinen Sprecharten üblich ist. 1. Stieben machen, als ein
Iterativum von stauben, wo es nur in einigen Gegenden üblich ist, und auch
stöbern lautet. Das Haus stäubern oder ausstaubern, von dem Staube reinigen.
Noch mehr in weiterm Verstande, aufstieben machen, d. i. auf- und forttreiben,
über Hals und Kopf fortjagen. So stäubert der Stäuber das Wild auf. Ich will
ihn stäubern, er soll an mich gedenken. Jemanden zum Hause hinaus stäubern. 2.
Begierig suchen, im gemeinen Leben und im verächtlichen Verstande; als ein
Neutrum mit dem Hülfsworte haben. Im Hause herum stäubern. Etwas aufstäubern,
aufjagen, auftreiben. So auch das Stäubern. Anm. In einigen Gegenden, besonders
in der ersten Bedeutung auch stäupern (intensive) und stöbern, im Nieders.
stovern. Es ist ein Iterativum von stäuben, und scheint in der Bedeutung des
Aufjagens eine Onomatopöie eines Lautes zu seyn welcher mit dem, welchen Staub
nachahmet, Einer Art ist. In Griech. ist hier nichtlateinischer Text,
siehe Image, gleichfalls suchen aufsuchen.