1. Der Spint
, [
211-212] des -es, plur. die -e, ein im
gemeinen Leben, besonders mancher Gegenden in verschiedenen Bedeutungen
übliches Wort. 1. Der wässerige nicht genug ausgebackene Theil des Brotes und
eines andern Gebäckes wird in manchen Gegenden der Spint, noch häufiger aber
der Spund genannt. Daher spintig oder spündig, nicht ausgebacken. 2. Bey dem
Notker ist Spind, das Fett, Schmalz welche Bedeutung das Holländ. Spin, Spint,
noch hat. 3. Sehr häufig wird auch der weichere und zugleich weißere Theil des
Holzes zwischen der Rinde und dem Kerne, der Spin oder Spint, noch häufiger
aber der Splint genannt. Anm. Allem Anschein nach ist die weiche Beschaffenheit
in allen drey Bedeutungen der herrschende Begriff, wozu in der erstern noch der
Begriff des Wässerigen kommt, da es denn mit Finne, Morast, dem alten Wand,
Wasser, u. s. f. verwandt ist. Doch kann in den beyden letzten Bedeutungen
durch die weiße Farbe, eine Figur des Glanzes, des Lichtes, als der
Stammbegriff angesehen werden. [
213-214]