Der Schleim
, [
1519-1520] des -es, plur. doch nur von
mehrern Arten, die -e, eine zähe, leimige und schlüpfrige Feuchtigkeit, welche
sich im Wasser ganz auflöset. Gummi-Schleim, zu einem solchen Schleime
aufgelösetes Gummi, Gerstenschleim, Haferschleim u. s. f. Aus den meisten Arten
des Samens läßt sich ein solcher Schleim ziehen. Zäher Schleim auf der Brust.
Anm. Bey dem Ottfried Sloum, im Nieders. Sliem, im Angels. und Engl. Slime, im
Schwed. Slem, welche aber auch Schlamm, dicke Hefen, bedeutet, im Böhm. Ssleim,
im Pohln. Slina. Die zähe, glatte und schlüpfrige Beschaffenheit ist der Grund
der Benennung, daher theils ohne Zischlaut, theils mit andern Endlauten, Leim,
Kley, eine fette Erde, Schleihe, schleichen, schliefen u. s. f. zu dessen
Verwandtschaft gehören. Das Intensivum davon ist Schlamm bey welchem doch wegen
des kurzen Vocales und verdoppelten m der Begriff der Schlüpfrigkeit sich
verlieret.