Quaken
, [
877-878] verb. reg. neutr. welches
Hülfswort haben erfordert, und eine unmittelbare Nachahmung des Schalles ist,
welchen es ausdruckt, den Laut quak von sich geben oder verursachen. 1) Das
Schreyen der Frösche druckt man durch quaken aus, Lat. coaxare, Engl. to quak,
wofür im Niederdeutschen auch quarren, und in einigen Oberdeutschen Gegenden
auch rochzen üblich ist. Quaksen ist ein Intensivum, welches im gemeinen Leben
noch häufig vorkommt. 2) Auch das ähnliche Schreyen der Änten wird in vielen
Gegenden durch quaken ausgedruckt, Lat. terrinire, Engl. to quak, welches auch
von dem Geschrey der Raben gebraucht wird. 3) Auch einen gewissen schallenden
Laut, welchen z. B. ein schwerer nicht ganz fester, mit Feuchtigkeiten
angefüllter Körper im Fallen macht, druckt man mit diesem Zeitworte aus. Er
fiel auf die Erde, daß es quakte. Ich schlug ihn, daß es quakte. 4) Kreischen,
laut schreyen, besonders im Niederdeutschen, wo es auch ächzen und stöhnen
bedeutet; daher Quakebrook daselbst ein schwächlicher, stöhnender Mensch ist.
In allen diesen Bedeutungen ist das Wort unmittelbar nach der Natur gebildet.
Das folgende quaken ist, so wie quieken, genau damit verwandt, nur daß beyde
hellere Arten dieses Schalles ausdrucken.
S. auch Quacksalber.