Der Krahn
Der Krahn,
[
1743-1744] des -es, plur. die -e, ein in
den Häfen übliches Hubezeug, große Lasten in das Schiff und aus demselben zu
heben, welches in einem Hebel bestehet, an welchem die Kraft vermittelst eines
Tretrn des oder auf andere Art wirket; der Hebekrahn, bey einigen der Gran. Im
Nieders. Kraan, im Engl. Crane, im Dän. Krane, im Schwed. Kran, im Angels.
Craer, im Wallis. Garan, im Franz. Crone, im mittlern Lat. Geranium, im
mittlern Griech. -
hier nichtlateinischer Text, siehe Image - . Da alle
diese Wörter auch zugleich einen Kranich bedeuten, so hat, der gemeinen Meinung
zu Folge, dieses Werkzeug seinen Nahmen von der Ähnlichkeit mit dem Halse und
Schnabel dieses Vogels, daher es auch an einigen Orten der Kranich genannt
wird. Indessen stehet es dahin, ob nicht diese Ähnlichkeit bloß zufällig ist,
und ob nicht der Begriff des Ziehens in diesem Worte der herrschende ist. In
den Turinischen Statuten von 1360 bey dem Carpentier kommt wirklich cranare für
tranare, ziehen, vor, und im Nieders. bedeutet Kraan auch einen Zapfen, eine
Zapfröhre.
S. das folgende.