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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Jederhand und Jederley | | Jederzeit

Jedermann

Jedermann, [1429-1430] ein persönliches Fürwort, welches aus jeder und Mann, in der weitesten Bedeutung für Person, Mensch, zusammen gezogen ist, nur allein im Singular üblich ist, kein Hauptwort nach sich leidet, weil es dasselbe schon bey sich führet, und alsdann gebraucht wird, wenn jeder in der allgemeinsten Bedeutung so viel als alle Personen, alle Menschen bedeutet. Es nimmt in der zweyten Endung ein s an, bleibt aber in den übrigen unverändert. Gestohlen Brot schmeckt jedermann wohl, Sprichw. 20, 17. Offenbare dein Herz jedermann, Sir. 8, 22. Ihr müsset von jedermann gehasset werden, Matth. 10, 22. Jedermann gibt zum ersten guten Wein, Joh. 2, 10. Der Glaube ist nicht jedermanns Ding, 2 Thess. 3, 2. Das ist nicht jedermanns Kauf. Für jedermann arbeiten. Jedermanns Freund seyn. Im gemeinen Leben, besonders im Oberdeutschen auch mit dem müßigen Artikel ein. Ein jedermann verstarrt, Opitz. Anm. Im Oberdeutschen auch iedermann, jedermänniglich, allermänniglich, männiglich, im Nieders. ider, een, allmann, manlik, mallik, malk, malx, welche letztern aus männiglich verderbt sind, im Dän. hvermand.
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