Ha!
[
865-866] eine Interjection, welche
gebraucht wird, verschiedene Empfindungen und Gemüthsbewegungen auszudrucken.
1) Einer mit Unwillen, mit Zorn begleiteten Verwunderung. Ha! was Henker ist
denn das wieder für eine Figur! Weiße.
Ha! diese kleine Furcht steht Männern gar nicht an, ebend. Ha!
welche Flammenströme schoß die Hyder Nach seinem Leben! Raml. Ha! sprach ein
junger Hengst, Wir Sklaven sind es wehrt, Daß wir im Joche sind, Gleim.
Wo es zuweilen verdoppelt wird. Ha! ha! nun kenn' ich dich!
2) Des Unwillens, des Verdrusses allein.
Ha! brummt er, (der Bär) dir will ich das Handwerk zeitig
legen, Haged.
3) Oft auch der Verwunderung allein.
Sie geht, ha! welchen Stolz gibt ihr die Tugend ein! Weiße.
Ha! hier blickt noch Ein Strahl von Hoffnung vor, Schleg.
S. in folgenden das Haha.
Ha! welch ein lauter Päan steigt von seinen Siegen In mein
entzücktes Ohr! Raml.
Besonders im gemeinen Leben über eine neue, unerwartete
Sache, wo es gemeiniglich verdoppelt wird.
Sie schweigt und gräbt getrost. Ha! Ha! nun klingt es hohl,
Gell.
4) Des Aufschlusses, besonders mit der Verdoppelung. Ha! ha!
nun weiß ich es. 5) Der Freude, wo es in manchen Gegenden auch Heh! lautet, wie
Klagel. 2, 16. In andern aber hey! Das Ezech. 25, 3, Kap. 26, 2, Kap. 36, 2,
befindliche Heah! ist, wenigstens im Hochdeutschen ungewöhnlich. 6) Eine
Nachahmung des Lachens, wo es alle Mahl verdoppelt wird. 7) In den niedrigen
Sprecharten auch ein fragendes Zwischenwort, für was, wo es oft als ein
unarticulirter Schall aus der Gurgel hervor gebracht wird, in einigen Gegenden
aber auch he! lautet. Wenn diese Interjection verdoppelt wird, so hat alle Mahl
das zweyte ha! den Ton.