Faulen
Faulen,
[
59-60] verb. reg. neutr. mit dem
Hülfsworte haben, faul werden; doch nur in der dritten Bedeutung des Wortes
faul, von Säften, welche in eine innere auflösende Gährung gerathen. Die Äpfel
faulen. Das Obst, den Mist faulen lassen. Erlen. Holz faulet nicht leicht.
Opitz gebraucht dieses Wort auch in der zweyten figürlichen Bedeutung: Dem der
nicht faulen will in seiner Mutter Schoß; welche aber im Hochdeutschen nicht
gewöhnlich ist. Das Hauptwort die Fäulung wird von einigen für Fäulniß
gebraucht. Anm. Dieses Zeitwort lautet im Nieders. vuulen, im Holl. vuylen, im
Angels. fulan, bey dem Notker fulen. Im Niedersächs. Ist dafür auch pötern,
verpötern, Griech. -
hier nichtlateinischer Text, siehe Image -
Latein. puteo, putreo; ingleichen rotten, raten, Engl. to rot, Griech.
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hier nichtlateinischer Text, siehe Image - und in Franken sparen
üblich.
S. auch Verwesen.