Ausbleiben
, verb. irreg. neutr. (
S. Bleiben,) welches das Hülfswort seyn erfordert,
auswärts bleiben, zur bestimmten Zeit nicht wieder kommen. 1) Eigentlich.
Über Nacht ausbleiben, außer dem Hause. Ich werde nicht lange
ausbleiben. 2) Figürlich. (a) Verzögern und verzögert werden.
Lange mit der Hülfe, mit der Bezahlung ausbleiben. (b) Unterbrochen
werden. Der Puls bleibt ihm aus. Der Athem ist ihm ausgeblieben. (c)
Aufhören. Das Fieber ist ausgeblieben. (d) Ausgelassen werden. Hier sind
viele Worte ausgeblieben. (e) Unterbleiben. Die Strafe bleibt gewiß nicht
aus. Das wird nicht ausbleiben, es wird gewiß geschehen. (f) Nicht
fortkommen besonders von Pflanzen und Gewächsen. Es sind viele Bäume,
die gepflanzet worden, ausgeblieben. So auch das Ausbleiben, plur. car. Sein
langes Ausbleiben macht mich unruhig.Anm. Das Adverbium ausbleiblich ist mehr
in dem zusammen gesetzten unausbleiblich, als für sich allein üblich.
Im gemeinen Leben wird für ausbleiben in allen obigen Bedeutungen auch oft
außer bleiben gebraucht.
S. Außen, Anm. [
575-576]