Der Vitriol
, [
1215-1216] des -es, plur. doch nur von
mehrern Arten und Quantitäten, die -e, ein styptisches Salz, welches aus einem,
von einem sauren Salze aufgelösten Metalle entstehet, und einen sauren, herben
und zusammen ziehenden Geschmack hat. Kupfer-Vitriol, von aufgelöstem Kupfer,
der auch wohl Kupferwasser genannt wird, und blau ist; Eisen-Vitriol, welcher
grün ist; Zucker-Vitriol, welcher weiß ist; Silber-Vitriol, welcher auch
Silbersalz heißt; Bley-Vitriol, welcher unter dem Nahmen des Bleyzuckers am
bekanntesten ist. Gediegener Vitriol, der schon von der Natur in seiner
gewöhnlichen Gestalt bereitet wird, zum Unterschiede von dem künstlichen oder
gesottenen. Vitriol sieden, ihn durch Auslaugen, Einsieden und Krystallisieren
aus seinem Erzen erhalten. Der Nahme, der in den niedrigen Sprecharten auch
wohl Vietril lautet, ist aus dem Latein. Vitriolum, nach dessen Muster er
eigentlich ungewissen Geschlechtes seyn sollte.