Verbittern
, [
1187-1188] verb. reg. act. bitter machen.
1. In mehr eigentlichem Verstande, etwas Angenehmes unangenehm machen. Das
verbittert mir mein Leben, macht mir dasselbe im hohen Grade unangenehm. Unsere
Freude, das Vergnügen ward uns gar sehr verbittert. 2. So auch die
Verbitterung. 2. Nach einer noch weitern Figur, mit bitterm Hasse oder Grolle
erfüllen, zum bittern Hasse und Unwillen reitzen, Schwed. förbittra. Das Land
hat alles verbittert, Jer. 50, 21. Daher die Verbitterung, so wohl die
Versetzung in diesen Zustand, als auch der bittere Haß und Groll selbst.
Verstocket eure Herzen nicht, als geschahe in der Verbitterung, Ebr. 3, 8.
Verbitterung anrichten, V. 16. In der edlern Schreibart ist in dieser zweyten
Bedeutung erbittern und Erbitterung üblicher,
S. dieselben. In beyden Bedeutungen, besonders aber der
ersten, ist es vermittelst der Partikel von dem Beyworte bitter gebildet.
S. Ver 2.