Der Überfluß
, [
749-750] des -sses, plur. der doch
seltener gebraucht wird, die -flüsse, von dem Zeitworte überfließen, in
figürlichem Verstande, ein weit größeres Maß, ein weit größerer Vorrath von
einer Sache, als man zu einer Absicht gebraucht. Einen Über- fluß an Wein, an
Getreide, an Holz u. s. f. haben. Hier gibt es Wein, Getreide, Wildbret u. s.
f. im Überfluß. An allem einen Überfluß haben. In engere Bedeutung ist der
Überfluß, ein größerer Vorrath an zeitlichen Gütern, als man zur Nothdurft und
Bequemlichkeit bedarf. Im Überflusse leben. Die Anschläge eines Endelichen
(Hurtigen) bringen Überfluß, Sprichw. 21, 5. Euer Überfluß diene ihrem Mangel,
2 Cor. 8, 14. Zuweilen auch für Pracht, Luxus. Mit Betten Überfluß treiben,
Amos 6, 4. Zum Überfluß aber, adverbialiter, bezeichnet etwas, das nicht
eigentlich nothwendig ist. Ich ermahne euch aber zum Überfluß, solches zu thun,
Ebr. 13, 19. Schon bey dem Kero Vbarfluat, im Nieders. Overflood.
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