Der Taffer
, [
517-518] des -s, plur. doch nur von
mehrern Arten, die -e, die leichteste seidene Zeugart, welche unter allen die
wenigsten Kettenfäden hat, daher die gewöhnliche Art oder der so genannte
leichte Taffet nur mit zwey Kämmen und vier Fußschämeln, der schwere aber mit 8
Kämmen und zwey auch vier Fußschämeln gewebet wird. Der Quadrille-Taffet erhält
durch den Einschlag vielfärbige Streifen; der Brillant-Taffet, ist ein Taffet
mit Figuren, dessen Figuren indessen doch nur Brillanten, d. i. Steine oder
Quadrate sind; der Spiegeltaffet bestehet aus länglichen Quadraten von anderer
Farbe als der Grund u. s. f. Im gemeinen Leben auch wohl Taffent, Taft, im
Franz. Taffetas, im Ital. Taffeta. Der Nahme ist ohne Zweifel morgenländisch,
denn schon im Persischen lautet er Tafteh. Die Nahmen Tobin und Tabinet, welche
Arten gewässerten Taffets bezeichnen, scheinen eben desselben Ursprunges zu
seyn.