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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Der Schleppriegel | | Das Schleppseil

Der Schleppsack

, [1525-1526] des -es, plur. die -säcke. 1. Eigentlich, ein schleppender Sack, besonders bey den Fischern, wo es ein Fischnetz in Gestalt eines Sackes ist, welches auf dem Grunde fortgezogen wird, die Tiefen auszufischen; Franz. la Drague, von dem Nieders. trecken, ziehen. 2. Figürlich. 1) Eine träge, nachlässig und schmutzig gekleidete weibliche Person, welcher die Röcke aus Nachlässigkeit gleichsam auf der Erde schleppen; in welcher Bedeutung es besonders im Niedersächsischen üblich ist. 2) Eine verächtliche weibliche Person, mit welcher sich jemand schleppet, d. i. in einer verächtlichen Verbindung mit derselben lebet.
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