Das Schabab
, [
1309-1310] subst. indecl. plur. inus. ein
nur im gemeinen Leben einiger Gegenden übliches, von dem Zeitworte abschaben
gebildetes Wort, das Unnütze oder Unreine zu bezeichnen, was von einem andern
Dinge abgeschabet, und in weiterer Bedeutung, abgesondert wird; das Schabsel,
Abschabsel, Nieders. Schabels. Dem Frisch zu Folge wird der Raden in einigen
Gegenden Schabab genannt, weil er als untauglich von dem Getreide abgesondert
werden muß. Daher gebrauchte man es ehedem auch figürlich für Auswurf,
Ausschuß, Scheusal u. s. f. Er mußte von jedermann bey der Pfaffheit Schabab
seyn, Hedion in der Kirchenhist. bey dem Frisch.
Ich zeuch dahin du bist Schabab, Hans Sachs.
Wo es in unsern jetzigen Bibel-Ausgaben, 1 Cor. 4, 13, heißt,
und ein Fegopfer aller Leute, -
hier nichtlateinischer Text, siehe
Image - , da hieß es in den Ausgaben von 1522, 1524 und 1527, und eyns
ydermans schabab. In dem alten Reimspruche hingegen, da man von einem
Verstorbenen sagt; Ein Tuch ins Grab, damit schabab, scheinet es aus
abschieben, Nieders. abschuven, sich abführen, fortmachen, entstanden zu seyn.