Riffeln
, [
1117-1118] verb. reg. act. welches das
Iterativum, so wohl von raffen und raufen, als auch von reifen, und endlich von
reiben ist. 1) Von raffen und raufen, wo es besonders in der Landwirthschaft
üblich ist, die Samenknospen von dem getrockneten Flachse vermittelst der Raufe
oder Riffel abraufen. Den Flachs riffeln. Nieders. repen, repeln, reppen. (
S. Raufen.) 2) Von reifen, Reife, d. i. Furchen machen,
mehrere und kleine Furchen in einem Dinge machen. eine Säule riffeln. Eine
geriffelte Büchse, eine gezogene. Nieders. rifeln, Engl. to rivel, im Schwed.
raffla. Im Holländ. ist daher Ruyifel und im Engl. Rivel eine Runzel. In
einigen Gegenden lautet es auch reifeln, (
S. dasselbe und Reifen.) 3) Von reiben, oft und viel
reiben, wo es im gemeinen Leben hin und wieder vorkommt, besonders bey einigen
Handwerkern, von einer Art des Feilens, welche wegen der Beschaffenheit des
Gegenstandes mehr ein Reiben ist, (
S. Riffeleisen und Riffelfeile.) Das Holz hat sich
abgeriffelt, der Zeug hat sich durchgeriffelt. Jemanden riffeln, figürlich, im
gemeinen Leben, ihn durch Verweise u. s. f. gewitziget und gefittet zu machen
suchen. So auch das Riffeln.