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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Der Liebste | | Liebwerth

Der Liebstöckel

Der Liebstöckel, [2063-2064] des -s, plur. inus. der Nahme einer Pflanze, welche einen hohlen fetten und starken Stängel treibt, eine scharfe stinkende Wurzel hat, und in den Apotheken gebraucht wird; Ligusticum Levisticun L. Dieses Gewächs ist auf den Apenninischen Gebirgen einheimisch, von woher es mit seinem Nahmen in unsere Gärten gekommen ist. Sein eigentlicher Nahme ist Ligusticum, von der Landschaft Ligurien, wie Plinius versichert, in welcher es auf den Apenninen sehr häufig wächst; bey dem Dioskorides - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , woraus Galens - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , das spätere Lat. Levisticum, und unser Liebstöckel, welches schon in den Monseeischen Glossen Lubistechal lautet, entstanden sind. Im Nieders. heißt dieses Gewächs Leverstock, im Dän. Loestilk, im Franz. Liveche, im Engl. Lovage, im Böhm. Libecek.
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