Münchener DigitalisierungsZentrum - Digitale BibliothekBSB - Bayerische Staatsbibliothek

Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Suche

Neue ausführliche Suche

+ Laksen | Gehe zu Seite/Spalte:  | Die Lambertsnuß

Lallen

Lallen, [1875-1876] verb. reg. act. et neutr. welches im letzten Falle das Hülfswort haben erfordert, mit Einmischung vieler unbedeutenden l oder la unvernehmlich reden, wie Kinder zu thun pflegen, wenn sie erst anfangen reden zu lernen. Auch pflegt man es lallen zu nennen, wenn manche aus einem Fehler der Natur oder Gewohnheit das r nicht aussprechen können, sondern an dessen Statt ein l hören lassen. Ingleichen ohne Worte mit bloßer Wiederhohlung der Sylbe la singen; Schwed. lulla, Engl. to lull, Finnisch laulan. Da dieses Zeitwort den Schall selbst nachahmet, welcher durch die öftere Wiederhohlung des l oder der Sylbe la hervor gebracht wird, so ist es kein Wunder, daß es sich fast in allen Sprachen gleich geblieben ist. Im Dän. lalle, im Lat. lallare. Im Hebr. ist - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - ein lallender Knabe. Im Griech. hingegen bedeutet - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - reden.
+ Laksen | Gehe zu Seite/Spalte:  | Die Lambertsnuß