Das Kummet
Das Kummet,
[
1825-1826] oder zusammen gezogen Kummt,
des -es, plur. die -e, in der Landwirthschaft, das Halsgeschirr der Pferde,
welches aus zwey zusammen gesetzten krummen wie Ochsenhörner geschweiften
Stücken Holz bestehet, welche mit Leder, oder Leinwand überzogen und
ausgestopfet werden, da man sie denn den Zug- und Ackerpferden um den Hals
hängt, ihnen vermittelst derselben das Ziehen zu erleichtern. Das Ackerkummet,
so fern es zum Ackern dienet. Das Fahrkummet, so fern es den Pferden der
Fahrleute aufgeleget wird. Anm. Im Böhmischen Chomaut, im Pohlnischen Chomato.
Im Westphalen wird es Hamm genannt, wo es ehedem auch eigene Hammmacher gab. Es
scheinet zu dem veralteten kam, krumm, zu gehören, entweder so fern die
gekrümmten Hölzer das Hauptstück eines Kummtes ausmachen, oder auch so fern ein
Pferd dadurch seiner Freiheit beraubt wird. (
S. Hamen, 4. Kam, 2. Kummer u. s. f.) Im Oberdeutschen
heißt es die Halse, welches mit dem Latein. Helcium überein kommt, entweder
weil das Kummet am Halse getragen wird, oder von halten, (
S. Halse.) oder endlich auch als ein Verwandter von dem
Griech. -
hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , ziehen.