Der Kolk
Der Kolk,
[
1691-1692] des -es, plur. die Kölke, oder
die Kölke, plur. die -n, ein nur in den gemeinen Sprecharten übliches Wort,
eine tiefe Pfütze, einen tiefen Sumpf, ingleichen den tiefsten Ort in einem
Teiche, Flusse oder See zu bezeichnen. Die Brünne, Kölke und Teiche sind rein,
3 Mos. 11, 36; wo Michael. Quellen, Cisternen und Wasserbehältnisse, die
Übersetzung der 70 aber für Luthers Kolk, -
hier nichtlateinischer Text,
siehe Image - setzet. Im Nieders. Kolk, welches auch eine von dem Wasser
ausgespülte Grube an den Ufern der Ströme und Dämme bedeutet. In andern,
besonders Oberdeutschen Gegenden lautet es Gölle, (
S. 1. Golle). Es gehöret mit dem Nieders. Kuhle, eine
Grube, zu dem zahlreichen Geschlechte der Wörter dieser Art, welche eine
Vertiefung bedeuten.
S. Kelle und Kelch.