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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Das Fischbein

Das Fischbein, [167-168] des -es, plur. von mehrern Arten und Quantitäten, die -e. 1) Eigentlich, die Beine oder Knochen der Meerspinne oder Seekatze, Sepia L. welche von den Goldschmieden gepülvert gebraucht, und zum Unterschiede von dem folgenden auch weißes Fischbein genannt werden. 2) Schwarzes Fischbein, welches im gemeinen Leben nur Fischbein schlechthin heißet, und diesen Nahmen sehr uneigentlich führet, weil es aus den Kiefern des Wallfisches gespalten wird. Daher der Fischbeinreißer oder Fischbeinfieder, in den Seestädten, der das rohe Fischbein, oder die Barten des Wallfisches ( S. Barte,) in heißem Wasser erweichet, und zu Stäben reißet oder spaltet; der Fischbeinrock, des andern Geschlechtes, ein durch Fischbein erweiterter und ausgesteifter Rock, ein Reifrock, steifer Rock, ehedem Glockenrock, Bogenrock, im Osnabrück, Fuke.
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