Das Altarlehen
, des -s, plur. ut nom. sing. in der Römischen Kirche,
besonders der mittlern Zeiten. 1) Das Recht, den zu einem gewissen Altare
gehörigen Geistlichen zu bestellen, oder ihn mit dem Altare zu belehnen,
welches denn in Ansehung des Priesters ein Altarlehen, in Ansehung des
Lehnherren aber ein wahres Patronat-Recht ist. 2) Eben dieses Recht, so fern es
einem andern zu Lehen ertheilet wird. 3) Das Lehenrecht über die zu einem
Altare gestifteten Güter und Einkünfte, und diese Güter
selbst. [
235-236]