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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Wächeln

, [1319-1320] verb. reg. welches nur in einigen Gegenden üblich ist, so wohl als ein Activum, die Lust gelinde bewegen, so wie das nahe verwandte fächeln. Sich wächeln, d. i. fächern, sich durch gelinde Bewegung der Luft abkühlen. Als auch als ein Neutrum, in eine solche gelinde Bewegung versetzt seyn. So sagt man in manchen Gegenden: die Stube wächelt vor Hitze, wenn die Luft in derselben vor Wärme gleichsam in eine gelinde Bewegung geräth. Anm. Es ist intensive und zugleich verkleinernde Form von wehen, wegen in bewegen, und gehöret folglich mit fächeln zu einem zahlreichen Geschlechte von Wörtern, worin die Bewegung der Hauptbegriff ist, ( S. Wehen.) In Steiermark ist für wehen wacheln üblich.
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