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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Wabe | Gehe zu Seite/Spalte:  | Die Wache

Wach

, [1319-1320] adj. et adv. im Stande des Wachens, wachend, nicht schlafend. Es ist als ein Adverbium am gewöhnlichsten. Wach seyn, wachen. Wach werden, erwachen.
Sieht mich die Mitternacht bey meinem Sehrohr wach, So ahm' ich höchst vergnügt berühmten Männern nach, Haged.
In der dichterischen Schreibart auch wohl als ein Adjectiv, welches aber keiner Comparation fähig ist:
Dort, wo Cytherens waches Kind Den Schlaf vom Bette scheuchet, Musen-Alman. Was auch bey (in) wachen Stunden Ein deutscher, ja so gar ein Domherr ausgefunden, Haged.
Anm. Im Niederdeutschen gleichfalls wach, wo es über dieß noch so wohl wachsam, als auch lebhaft, aufgebracht, bedeutet. Es ist das Stammwort einer zahlreichen Familie von Wörtern, wozu, außer den folgenden, besonders wacker gehöret, welches die intensive Form davon ist, so wie wach wieder eine Art eines Intensivi von weg in wegen, bewegen, zu seyn scheinet, so daß der Begriff der Bewegung in allen diesen Wörtern der herrschende ist. S. Wachen.
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