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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Das Waarenlager | Gehe zu Seite/Spalte:  | Wach

Die Wabe

, [1317-1318] plur. die -n, ein nur in einigen Gegenden bekanntes Wort, eine Wachsscheibe aus einem Bienenstocke zu bezeichnen, welche im Hochdeutschen das Gewirk, in andern Gegenden aber das Rooß, das Wefel, die Tafel, der Kuchen heißt. Die Honigwabe, eine solche Scheibe mit Honig. Anm. Wabe, schon bey dem Notker Vuaba, in manchen Gegenden Wesel, ist augenscheinlich mit dem Lateinischen favus verwandt, ohne daß es eben davon abstammen dürfte, indem die Bienenzucht, und folglich auch die hir angemessene Sprache, in den nördlichen Gegenden gewiß so alt ist, als in den südlichen. Das Stammwort von beyden ist ohne Zweifel in dem Verbo weben zu suchen, so fern es ehedem wirken, arbeiten überhaupt, bedeutete. Es wird solches so wohl durch den gleichbedeutenden Hochdeutschen Ausdruck das Gewirk, als auch durch das provinzielle Wefel, be- stätiget, welches so wohl das Gewebe, ingleichen den Einschlag eines Gewebes, als auch eine Wachsscheibe aus einem Bienenstocke, bezeichnet. [1319-1320]
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