Münchener DigitalisierungsZentrum - Digitale BibliothekBSB - Bayerische Staatsbibliothek

Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Suche

Neue ausführliche Suche

Der Wachs | Gehe zu Seite/Spalte:  | Wachsam

Das Wachs

, [1321-1322] des -es, plur. inus. außer allenfalls von mehrern Arten, die -e, das auf eigene Art harzige oder öhlige Wesen, woraus die Bienen ihr Gewirk bilden, und dieses am Feuer zerlassene oder geläuterte Gewirk. Weißes, gelbes Wachs. So weiß wie Wachs; so gelb wie Wachs. In Wachs drucken. In Wachs bossiren. In einigen Fällen auch ein Compositum, worin Wachs der vornehmste Bestandtheil ist, wie in Bartwachs, Schuhwachs, Siegelwachs. Zuweilen auch ein dem Wachse ähnlicher Körper, wie in Erdwachs. Anm. Schon im Willeram Vuahs, im Niederdeutschen Waß, im Engl. und Schwed. wax, im Sclavon. work. Es ist noch nicht ausgemacht, ob dieses Wort Sclavonischen Ursprungs, und mit der ganzen Bienenpflege aus den Pohlnischen und Russischen Wäldern zu unsern Vorfahren gekommen, oder ob es von weich, oder wachsen, oder auch einem andern ähnlichen Stamme entsprungen.
Der Wachs | Gehe zu Seite/Spalte:  | Wachsam