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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Vertraut

, [1163-1164] -er, -este, adj. et adv. welches eigentlich das Mittelwort des Zeitwortes vertrauen ist, aber doch als ein eigenes Bey- und Nebenwort gebraucht wird. 1. Im thätigen Verstande, sein Vertrauen gegen einen andern ohne Zurückhaltung äußernd, wo es für vertraulich, doch nur als ein Nebenwort, üblich ist. Er thut sehr vertraut gegen mich. 2. Im passiven Verstande, des Vertrauens eines andern theilhaftig, und darin gegründet, doch nur im engern Verstande des Wortes Vertrauen, der Heimlichkeiten eines andern theilhaftig. Ein vertrauter Freund, gegen welchen man nichts geheim hält. Vertraut mit jemanden umgehen. Eine vertraute Freundschaft. Eine vertraute Person schicken, der man seine Heimlichkeiten mit Sicherheit vertrauen könne. Vertraut mit jemanden sprechen. 3. Von der zweyten Bedeutung des Activi vertrauen, ist eine vertraute Person, oder eine Vertraute, ein Vertrauter, in der höhern Schreibart zuweilen eine Verlobte, ein Verlobter.
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