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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Der Zucker

, [1807-1808] (der krystallisirte Saft des Zuckerrohres) ist entweder Rohzucker, oder gemachter Zucker. Der Rohzucker ist derjenige Zucker, welcher aus Ost- und Westindien und aus den Canarischen Inseln in Kisten, oder Fässern, als Mehl- oder Sandzucker gebracht wird. Er ist eigentlich nicht mehr roh, sondern bereits in den Pflanzungen aus dem Saft des Zuckerrohres gekocht und zu einer festen trockenen Substanz gebracht, und hernach zerstampft. Nach der Beschaffenheit des Bodens, wo das Rohr wächst, und der Behandlung, ist der Rohzucker entweder braun, (von dem dunkelsten Braun bis zur gelben Farbe,) oder weiß (ebenfalls in verschiedenen Abstufungen, von dem schmutzigen Grau bis zur reinen weißen Farbe). Gemachten Zucker nennen die Kaufleute und Zuckersieder aller Arten des in Europa aus dem Rohzucker übergekochten, oder aus geringeren Arten verfeinerten Brot- oder Hutzuckers und Candiszuckers. Die verschiedenen Sorten steigen in der Güte folgendermaßen: I. Hutzucker. 1. Bastardzucker ( S. Farin.) 2. Lumpzucker ( S. dieses Wort). 3. Große Melis, feiner als Lumpzucker, und in Broten von 8 bis 11 Pfund. 4. Kleine Melis, feiner als die großen, und in Broten von 4 bis 8 Pfd. 5. Rafinaden, deren es wieder geringe, mittel, feine, und fein-feine gibt, in Broten von 10 bis 12 Pfd. 6. Candisbrote, oder Canarienzucker, welchen nur die Canditer zu Geschenken bey besondern Gelegenheiten machen. Im Handel kommt dieser äußerst feine und harte Zucker wenig vor. II. Candiszucker, in Stangen und Bodenstücken. Es gibt drey Hauptsorten Candiszucker, den braunen, gelben, und weißen. Je feiner und besser der Candiszucker, desto heller ist er von Farbe, und desto größer und fester sind die Krystalle, in welchen er anschießt.
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