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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Der Schüttboden | Gehe zu Seite/Spalte:  | Schütteln

Die Schütte

, [1693-1694] plur. die -n, gleichfalls von dem Zeitworte schütten. 1) * Ein Schüttboden, oder Schütthaus; doch nur in einigen Oberdeutschen Gegenden, ( S. das vorige.) 2) * Ein Haufen mehrerer auf einander geschütteter Dinge, und in weiterer Bedeutung, ein Haufen überhaupt; gleichfalls nur im Oberdeutschen. Eine Sandschütte, Kalkschütte, Steinschütte. ( S. Geschütte.) 3) Figürlich, ein Bund, ein Bündel, in der Landwirthschaft, wo es doch nur in Meißen Thüringen u. s. f. von den Bünden langen ausgedroschenen Strohes von mittelmäßiger Stärke üblich ist, welche man in Oberdeutschland Schauben, und in Niedersachsen Schoose zu nennen pflegt. Eine Schütte Stroh. Von krummen Stroh oder andern Dingen ist dieses Wort nicht üblich. Im Wendischen ist schiju heften, und schity zusammen geheftet.
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