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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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1. Der Safflor | Gehe zu Seite/Spalte:  | Der Saffran

2. Der Safflor

, [1243-1244] des -es, plur. inus. eine Art der Bürstenpflanze, welche zu den Distelgewächsen gehöret, und deren Blumen eine sehr schöne hochgelbe Farbe wie der Saffran geben; Carthamus tinctorius L. bey einigen, obgleich mit Unrecht, wilder Saffran, weil beyde Pflanzen sehr weit von einander unterschieden sind. In engerer Bedeutung werden nur die Blumenblät- ter in der Handlung Safflor, und abgekürzt Flor genannt, und von vielen sehr häufig mit dem ähnlichen Saffran verwechselt. Dieses Gewächs ist in Ägypten einheimisch, wird aber jetzt sehr häufig selbst in Deutschland gebauet. Es hat eigentlich einen stacheligen Stängel, welcher durch die Pflege glatt wird. Die gepflegten glatten Safflorstöcke nennt man Nonnen, die ausgearteten stacheligen aber Mönche. Der Nahme stammet, so wie das Gewächs selbst, aus den Morgenländern her, und ist vermuthlich mit dem folgenden verwandt. [1243-1244]
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