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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Sacht

, [1237-1238] -er, -este, adj. et adv. welches in allen seinen Bedeutungen nur im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens, üblich ist. 1) Leise, dem Gehöre nach. Sacht gehen, sacht reden. Ich will es ihnen sachte sagen, Gell. leise, stille. Eine sachte Stimme haben. 2) Langsam. Gehe sachte. Sachte! sachte! eine gewöhnliche Formel, die Geschwindigkeit zu hemmen. Ein Zeiger an der Uhr kann nicht so sachte gehen, Lichtw. 3) Gemach, sanft. Jemanden sacht angreifen, sanft. Das thut sacht, sanft. 4) Leicht, nicht schwer zu bewerkstelligen; nur als ein Nebenwort. Das läßt sich sacht sagen, leicht. Das kannst du sacht thun, leicht. Anm. Dieses der anständigen Hochdeutschen Sprechart fremde Wort lautet im Nieders. wo es eigentlich einheimisch ist, sage und sagte, im Schwed. lakta, mit einem andern Endlaute im Angels. und Engl. soft, mit dem Nasenlaute im Hochdeutschen sanft, ( S. das letztere.) Für sanftmüthig sagen die Niederdeutschen, Holländer und Schweden sachtmüthig.
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