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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Queckbeere | Gehe zu Seite/Spalte:  | Das Queckengras

Die Quecke

, [887-888] plur. die -n. 1) Bey den Landleuten werden die Wurzeln aller Grasarten, welche in der Erde Halmen treiben, die sich durch Äste vervielfältigen, Quecken genannt, welcher Nahme denn auch wohl den Graspflanzen gegeben wird. Im Nieders. heißen sie so wohl Quecken, als Queckenwurtel und Paden, von Pate, ein Reis. 2) In engerer Bedeutung sind es die überaus schnell und weit um sich her wuchernden Wurzeln des Queckengrases, Triticum repens L. welche Wurzeln auch unter die blutreinigenden Getränke in den Apotheken gebraucht werden. Anm. Im Dithmars. Quitsch, im Angels. Cvice, im Englischen Couch-grass und Quitch-grass, im Schwedischen Qvickrot, von dem noch im Nieders. gangbaren quecken, sich vermehren, sich fortpflanzen, Holländ. quicken, leben, sich bewegen, weil sich kein Gewächs zum Verdrusse des Landmannes schneller und häufiger fortpflanzet, als eben dieses. Das Stammwort dieses Zeitwortes ist das veraltete queck, lebendig, munter, welches zu dem Geschlechte des Wortes wegen, wackeln, wacker gehöret, S. Quick.
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