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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Das Quartal

, [883-884] des -es, plur. die -e, aus dem mittlern Lat. Quartale, welches überhaupt den vierten Theil eines Ganzen bedeutet, im Deutschen aber nur von dem vierten Theile des Jahres üblich ist. 1. Eigentlich, der vierte Theil eines Jahres, eine Zeit von drey Monathen, oder dreyzehen Wochen; ein Vierteljahr. Das Oster-Quartal, welches sich mit Ostern anfängt. So auch das Johannis-Quartal u. s. f. 2. Figürlich. 1) der Tag, mit welchem sich ein Quartal anfängt, oder auch mit welchem es beschlossen wird; in welcher Bedeutung es im gemeinen Leben häufig vorkommt, besonders so fern an diesem Tage eine gewisse Abgabe oder ein Zins entrichtet werden muß. 2) Die Abgabe oder der Zins, welcher nach Verlauf eines Quartals entrichtet werden muß; das Quartal-Geld, welches, wenn es in einem Groschen bestehet, auch der Quartal-Groschen, oder wenn es ein Pfennig ist, der Quartal-Pfennig heißt. ( S. auch Quatember.) 3) Bey den Handwerkern, die vierteljährige Versammlung so wohl der Meister als Gesellen auf der Herberge. Quartal haben, halten.
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