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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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+ Quackeln | Gehe zu Seite/Spalte:  | Die Quacksalberey

Der Quacksalber

, [875-876] des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Quacksalberinn. 1) In engerer und, wie es scheint, eigentlicher Bedeutung, eine der Wundarzeneykunst unkundige Person, welche ihre äußeren Salben und andern Heilmittel andern anpreiset; in welcher Bedeutung vornehmlich die Markschreyer zu den Quacksalbern gehören. 2) In weiterer Bedeutung, eine jede der Arzeneywissenschaft unkundige Person, welche sich mit Heilung äußerer oder innerer Krankheiten abgibt, im verächtlichen Verstande; ein Pfuscher in der Wundarzeneykunst oder in der Arzeneywissenschaft. Anm. Im Nieders. Quacksalber, im Engl. Quacksalver, ingleichen nur Quack, im Schwed. Quacksalfvare. Die letzte Hälfte stammet ohne Zweifel von Salbe ab, indem Pigmentarius schon in den Monseeischen Glossen durch Salbari übersetzt wird. Die erste Hälfte ist so ausgemacht noch nicht. Wachter und Frisch leiten es von dem Nieders. quacken, schreyen, kreischen, ab, und erklären es von dem lauten Anpreisen unechter Heilmittel. ( S. Quaken.) Allein da dieses Wort im Englischen nur Quack, und das folgende Zeitwort in Preußen nur quakeln lautet, so scheinet der Hauptbegriff in der ersten Hälfte zu liegen, daher eine bessere Ableitung immer willkommen seyn wird. S. Quackeln, ingleichen Salbader.
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