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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Das Magazin

, [11-12] des -es, plur. die -e. 1) Ein Behältniß, es sey nun ein Zimmer oder ein eigenes Gebäude, in welchem gewisse Dinge in Menge zum künftigen Gebrauche aufbehalten werden; eine Vorrathskammer, ein Vorrathshaus. Das Holz-Magazin, Heu-Magazin, Stroh-Magazin, Gewehr-Magazin, Korn-Magazin, welches letztere oft auch nur das Magazin schlechthin genannt wird, Waaren-Magazin u. s. f. Ein Magazin anlegen. Daher das Magazin-Korn, dasjenige Getreide, welches in einigen Ländern von den Unterthanen in das obrigkeitliche Magazin geliefert werden muß; die Magazin-Hufe, eine Hufe, von welcher es gegeben wird; die Magazin-Metze, so fern von jeder Hufe eine Metze gegeben wird. 2) An den Kutschen ist das Magazin so wohl das lederne Behältniß unter dem Bocke, als auch ein ähnliches Behältniß unter dem Fußboden des Kutschkastens selbst, weil beyde gemeiniglich zur Verwahrung der auf der Reise nöthigen Lebensmittel oder anderer Bedürfnisse gebraucht werden. Anm. Im Franz. Magazin, im Ital. Magazzino, im Span. mit dem Arab. Artikel Almazen, im Alban. Magake, im Wallach. Makaza. Es ist ein morgenländisches Wort, welches vermuthlich durch die Kreuzzüge und die Handlung in den mittlern Zeiten nach Europa gekommen. Im Pers. lautet es Magzen, im Hebr. - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , Machzen, alle in der Bedeutung eines Vorrathshauses. Das Stammwort ist - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , S. Schatz.
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