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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Made

, [11-12] plur. die -n, eine im gemeinen Leben übliche Benennung der nackten Würmer ohne Glieder, und ohne kenntliche Füße. So werden die Regenwürmer häufig Maden genannt. Am häufigsten führen diesen Nahmen diejenigen kleinern Würmer dieser Art, welche sich als Larven mancher Insecten in andern Körpern aufhalten. In dem Fleische wachsen Maden, wenn die Eyer dazu vorher von den Fliegen hinein gelegt worden. Die Maden im Käse, die Käsemaden. Der Käse bekommt Maden. In der Landwirthschaft ist die Made, ohne Plural, eine gewisse Krankheit der Kälber, wobey ihnen die Zunge sprenklich und hügelig wird, und ihnen die Neigung zum Saugen vergeht. Anm. Bey dem Notker Mado, bey dem Winsbeck Made, im Nieders. Made, Mae im Diminut. Meddik, Meddike, und zusammen gezogen Metke, Meke, Dän. Maddike, Mak, Schwed. Matk, Isländ. Madkur, bey dem Ulphilas und im Angels. Matha, im Engl. Moth, Maggot. Wachter leitet es sehr unwahrscheinlich von mähen, schneiden ab. Wahrscheinlicher lässet sich der Stammbegriff in der Bewegung ( S. Machen, movere;) oder in dem feuchten Aufenthalte suchen ( S. Matte.) Unser Miethe und Motte sind eben dieses Geschlechtes, siehe dieselben.
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