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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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2. Die Lache

2. Die Lache, [1855-1856] plur. die -n, ein zusammen gelaufenes stehendes Wasser von geringer Größe, ein Sumpf, eine Pfütze. Aber die Teiche und Lachen darneben werden nicht gesund werden, sondern gesalzen bleiben, Ezech. 47, 11. So ist der Jordan auf einer Seiten, auf der andern sind Lachen und Gebirge, 1 Macc. 9, 45.
Der Entenpfuhl - Die dir, wie mir, so sehr verhaßte Lache, Haged. Die Flüsse schwellen an, die Lachen werden Seen, Dusch.
Daher Mistlache, Rothlache u. s. f. Anm. Im Nieders. wo es auch eine sumpfige Wiese bedeutet, Lake, im Lat. Lacuna, im Wend. Luza. S. auch Gelüch. Es ist ein altes Europäisches Stammwort, welches ursprünglich nicht bloß einen Sumpf, sondern in weiterer Bedeutung auch einen See, ja Wasser und einen flüssigen Körper überhaupt bedeutete; wohin unter andern auch das Schwed. Lag, Feuchtigkeit, Wasser, See, das Lat. Lacus, Ital. Lago, Franz. Lac, und Schottische Loch, ein See, das Lat. Lix, Liquor, ein flüssiger Körper, die letzte Hälfte des Franz. Deluge, unser Lauge und Lake, das Epirotische lagune, wässern, das alte Alemannische Cruntlaccha, eine Quelle, und andere mehr gehören. In einigen Gegenden ist dieses Wort männlichen Geschlechtes, der Lachen.
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