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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Knirrschen

Knirrschen, [1665-1666] verb. reg. welches ein mit einer Art eines Zischens verbundenes Knirren ausdruckt. Es ist in doppelter Gestalt üblich. I. Als ein Neutrum mit dem Hülfsworte haben. 1) Diesen Schall von sich geben. Der Sand knirrschet, wenn man mit den Zähnen darauf beißet; der gefrorne Schnee, wenn man darauf gehet. 2) Diesen Schall hervor bringen. Mit den Zähnen knirrschen, wenn man die Kinnbacken fest auf einander drückt und sie so auf einander reibet, welchen Schall man im Oberd. auch durch knirren und grutschen, und im Franz. durch crisser und grincer, ausdruckt. Ehedem war dafür auch griesgrammen üblich. II. Als ein Activum, feste oder harte Körper mit Hervorbringung dieses Schalles zerdrücken, zerreiben. Hanf knirrschen, ihn zerdrücken, welches auch ihn knicken genannt wird. In dem zusammen gesetzten zerknirschen ist dieses Activum noch üblicher. Anm. Im Nieders. knarßen, knarseln, im Holländ. knersen, bey dem Ulphilas kriustan, im Slavon. skreschu. [1665-1666]
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