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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Kalbe

Die Kalbe, [1467-1468] plur. die -n, im gemeinen Leben Obersachsens und Oberdeutschlandes, ein Färsenkalb im zweyten Alter, eine junge Kuh, welche noch nicht gekalbet hat, und welche an andern Orten mit vorgesetztem Zischlaute eine Schelbe, richtiger Schälbe, sonst aber auch eine Färse genannt wird.
Ich bin die Kalbe hier, die Myron hat gegossen, Opitz.
Anm. Im Böhmischen heißt eine solche junge Kuh Gawolice. Es stehet dahin, ob Kalbe eben von dem vorigen Kalb abstammet, und nicht vielmehr von gelt, unfruchtbar. Im Wendischen ist jalov, und im Böhmischen galowa, gelt, unfruchtbar. S. Gelt.
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