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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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2. Die Kabel

2. Die Kabel, [1457-1458] plur. die -n, ein altes, nur noch in einigen Gegenden übliches Wort, welches überhaupt ein Wekzeug bedeutet, womit etwas gebunden oder verbunden wird, besonders ein Strick, in welcher Bedeutung nur noch sehr dicke Taue bey der Artillerie und in der Schifffarht Kabeln und Kabeltaue genannt werden; besonders diejenigen, welche das Anker halten, und welche von 12 bis 24 Zoll dick sind, diejenigen, womit man die Bothe in das Schiff ziehet, die Schiffe am Lande befestiget u. s. f. Die Kabeln kappen, die Untertaue abhauen. Nieders. und Holländ. gleichfalls Kabel, Franz. Cable und Chable, Engl. Cable, im mittlern Lateine. Caplum, Cuplum. Das hohe Alter dieses Wortes erhellet aus dem Hebr. wo - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - ein Seil, und - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - binden ist. Bey den Griechen ging das b in das verwandte m über, - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , welches Luther verführte, es Matth. 19, 24, Marc. 10, 25, und Luc. 18, 25 durch Kamehl zu übersetzen, S. dieses Wort, ingleichen Koppel, Koppeln, Kuppel und Kuppeln, welche gleichfalls hierher gehören. In einigen Gegenden ist es sächlichen Geschlechtes, das Kabel.
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