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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Jacht

Die Jacht, [1407-1408] plur. die -en, eine Art verdeckter Schiffe mit einem Gabelmaste, einer Focke, einem kleinen Bogspriete und einem Stagsegel, welches wenig Wasser braucht, sehr gut steuert und geschwinde segelt, daher es gemeiniglich zur Überbringung geschwinder Nachrichten gebraucht wird, da es denn eine Courier-Jacht genannt wird; ein Jachtschiff, Rennschiff, Lat. Celox. Die Advis-Jacht, oder Avis-Jacht, eine kleine Jacht bey Flotten, den andern groben Schiffen Befehle zu überbringen, zu recognosciren u. s. f. Die Spiel-Jacht, eine zu Spazierfahrten bestimmte Jacht. Anm. Die Jachten sind in den Niederdeutschen und Nordischen Gewässern am üblichsten, daher man auch die Schreibart ihres Nahmens aus dem Holländ. Jacht oder Yacht auch im Hochdeutschen beybehalten hat; Engl. Yacht, Dän. Jagt. Es kann so wohl von Jagd und jagen abgeleitet werden, als auch unmittelbar von gach, jach, jähe, schnell. darum die letztere Ableitung die wahrscheinlichste zu seyn scheinet, das a auch kürzer lautet, als es in Jagd ausgesprochen wird, so verdienet Jacht den Vorzug. Auch im mittlern Lateine kommt Jocha von einem schnellen Schiffe, einer Jacht, vor, welches diese Ableitung bestätiget. S. Jagd.
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