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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Iltenschnecke | Gehe zu Seite/Spalte:  | Die Iltißfalle

Der, oder das Iltiß

Der, oder das Iltiß, [1361-1362] des -sses, plur. die -sse, ein vierfüßiges fünfzehiges Thier in der Größe einer Katze, mit gelblichen Haaren, welche in das Schwarze fallen, einem weißen Maule und weißen Ohren; Mustela putorius L. Es lebt in den Ställen und Wäldern, stellet dem Federviehe noch und hat einen unerträglichen Gestank; daher es im Deutschen auch Stinkratz, Stänkerratz, stinkender Wiesel, und in Liefland das Teufelskind genannt wird. Der Nahme Iltiß wird in den Mundarten und verwandten Sprachen gar sehr verändert. In einigen Oberdeutschen Gegenden heißt dieses Thier Elbkatze, Elbthier, in andern Illing, Iltniß, Iltitz, in Baiern Eiltes, in Niedersachsen Ülk, Ilk, Ellenbutt, im Alt-Fries. Ulke, im Dän. Ilder, in Böhmen und Schlesien Ilster. Wachter leitet dieses Wort von dem noch im Schwed. und Engl. üblichen ill, böse, her, Dän. ilde, entweder wegen des heftigen Gestankes dieses Thieres, oder auch wegen des Schadens, welchen es dem Federviehe zufüget. Im Nieders. ist Ulk eine allgemeine Benennung des Marders, Wiesels, Iltisses und ähnlicher Raubthiere, so wie im Äolischen der Wolf - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - hieß, und im Slavon. noch jetzt Wlk genannt wird. Im gemeinen Leben Obersachsens heißt er auch nur schlechthin der Katz, im Griech. - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , und im Hebr. - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , welches von - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , sich verbergen, abgeleitet wird, und dem Deutschen Iltiß im Klange nicht unähnlich ist.
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