Münchener DigitalisierungsZentrum - Digitale BibliothekBSB - Bayerische Staatsbibliothek

Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Suche

Neue ausführliche Suche

Die Galläpfelfliege | Gehe zu Seite/Spalte:  | 2. Die Galle

1. Die Galle

1. Die Galle, [393-394] plur. die -n, eine im gemeinen Leben übliche Benennung verschiedener rundlicher Erhöhungen. 1) Der Galläpfel, welche in mehrern Gegenden nur Gallen heißen; Siehe Gallapfel. 2) Eines fehlerhaften häutigen Auswuchses unter der Zunge der Pferde, in der Größe einer Bohne; Franz. les Barbes, Barbillons. 3) Eine andere Krankheit an den Knien der Pferde, welche in einer wässerigen Geschwulst bestehet, wird die Flußgalle genannt, zum Unterschiede von der Steingalle. Beyde können indessen auch zu dem folgenden Worte gerechnet werden. Anm. Daß Gall, Galle, schon von den ältesten Zeiten an etwas Erhabenes, Rundes bedeutet hat, erhellet unter andern auch aus dem Hebr. - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , ein Haufe, - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , wälzen, - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , ein Rad u. s. f. S. Gallapfel Anm.
Die Galläpfelfliege | Gehe zu Seite/Spalte:  | 2. Die Galle